Spazierengehen: 10 Gründe, warum ein paar Schritte so gesund sind

Bewegung tut gut und ist gesund, das ist allgemein bekannt. Doch nicht jeder hat Lust auf intensive Sporteinheiten, bei denen der Schweiss nur so fliesst. Die gute Nachricht: Auch regelmässige Spaziergänge haben viele Vorteile für die Gesundheit.

  • Lesezeit ca. 4:30 Minuten
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  • 14.10.2020
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Spaziergang im Herbst
© trofalenaRV/www.shutterstock.com

Spaziergänge lassen sich deutlich einfacher in den Alltag integrieren als extreme Ausdauer- oder Krafttrainings und sind so auch für Sportmuffel oder Anfänger eine gute Alternative. Die Empfehlungen, wie oft man spazieren gehen sollte, um die Gesundheit zu fördern, gehen auseinander. Auf dem Fitnessportal fit for fun ist von 5 Spaziergängen pro Woche à 30 Minuten die Rede. Doch so viel muss es gar nicht sein. Denn grundsätzlich gilt: Jede Bewegung ist besser, als gar keine Bewegung. Wichtig ist dabei vor allem auch, dass Sie Spass an der Sache haben und die Einheiten nicht zu einem zusätzlichen Stressfaktor in Ihrem Leben werden. Wenn Sie also 2 Mal in der Woche spazieren gehen – zum Beispiel nach Feierabend oder in der Mittagspause – und am Wochenende einen ausgiebigeren Spaziergang einplanen, ist Ihrer Gesundheit schon viel geholfen.

Spazierengehen kann das Leben verlängern

Die vielen verschiedenen Vorteile von regelmässigen Spaziergängen können das Leben verlängern. Denn sie verbessern den Gesundheitszustand und können so vielen Krankheiten vorbeugen oder deren Symptome lindern. Unter anderem soll Spazierengehen Krebs vorbeugen, den Blutdruck senken, das Diabetes-Risiko verringern und Demenz vorbeugen. Dies sind nur wenige der zahlreichen gesundheitlichen Vorteile, die regelmässiges Spazierengehen mit sich bringt. Insgesamt kann so die Lebenserwartung steigen. Menschen, die mehrmals wöchentlich spazieren gehen, leben also statistisch gesehen länger als Menschen, die sich kaum oder gar nicht bewegen.

Spazierengehen steigert die Lebensqualität

Nicht nur die Lebenserwartung steigt durch regelmässiges Spazierengehen, sondern auch die Lebensqualität. Wie bereits erwähnt, können viele Krankheiten verhindert oder gelindert werden. Als Folge fühlen sich aktive Menschen auch mit steigendem Alter länger jung und fit. Sie sind körperlich belastbarer, können Unfälle und Krankheiten besser verkraften und die Vorzüge des Lebens geniessen.

Spazierengehen entspannt: Auszeit für Körper und Geist

Spazierengehen ist wohl eine der gemütlichsten Arten, sich zu bewegen. Kein Wunder also, dass es eine entspannende Wirkung auf Körper und Geist hat. Ein langer Spaziergang an der frischen Luft hellt die Stimmung auf und sorgt dafür, dass man den Kopf frei bekommt. In der Natur zu sein, kann die psychische Gesundheit verbessern. Bewegung sorgt ausserdem dafür, dass Stresshormone abgebaut werden. Das psychische Wohlbefinden kann durch Spaziergänge also steigen, das Risiko für Despressionen oder Burnout sinkt. Ohne Einflüsse von Smartphone & Co. ist der entspannende Effekt besonders hoch. Auch speziell die Augen werden geschont, weil Menschen heutzutage zu oft auf Dinge in unmittelbarer Nähe schauen, wie zum Beispiel den Computerbildschirm oder das Handy. Während eines Spaziergangs können die Augen in die Ferne gucken und sind dem Tageslicht ausgesetzt. Das hat eine entspannende Wirkung und kann zum Beispiel Kurzsichtigkeit und Kopfschmerzen vorbeugen.

Spazierengehen hilft gegen Vitamin D-Mangel

Besonders im Herbst und Winter sinkt bei vielen Menschen die Versorgung mit Vitamin D. Bei Vitamin D handelt es sich um die Vorstufe eines Hormons, das der Körper selbst bildet, wenn die Haut mit Sonnenlicht in Berührung kommt. Auch bei niedrigen Temperaturen können ein paar Minuten pro Tag im Sonnenlicht ausreichen, um den Bedarf an Vitamin D zu decken. Spaziergänge sind deshalb das ganze Jahr hindurch zu empfehlen. Vitamin D ist unter anderem wichtig für den Stoffwechsel, die Knochen und das Immunsystem.



Spazierengehen stärkt das Immunsystem

Apropos Immunsystem: Wer sich regelmässig bewegt und körperlich aktiv ist, stärkt das Immunsystem. Besonders hilfreich für die Abwehrkräfte ist sanfter Ausdauersport, wie zum Beispiel das Spazierengehen. Vor allem Bewegung an der frischen Luft bringt viel. Zwar können Erkältungen oder Infekte damit nicht komplett verhindert werden, doch der Körper ist besser in der Lage, sie abzuwehren oder damit fertig zu werden. Wichtig ist beim Spaziergang im Herbst oder Winter die richtige Bekleidung.

Spazierengehen hilft gegen Übergewicht

Um Übergewicht zu verlieren oder vorzubeugen, muss es nicht immer der extreme Leistungssport sein. Wer Bewegung (egal in welcher Form) in seinen Alltag integriert und auf seine Ernährung achtet, kann überschüssigen Pfunden den Kampf ansagen. Oft ist es sogar gesünder und schonender, wenn man klein anfängt und dafür lange am Ball bleibt. Der Abnehmprozess dauert dann länger, ist aber auch nachhaltiger.

Wer eine Stunde spazieren geht, verbrennt um die 200 Kalorien. Der Stoffwechsel wird angeregt, was beim Abnehmen unterstützt. Darüber hinaus hilft die Bewegung gegen Heisshungerattacken. Auch Essen aus Langeweile kann verhindert werden: Statt zum Kühlschrank zu gehen, drehen Sie einfach eine Runde an der frischen Luft.

Spazierengehen schont Knochen und Gelenke

Mit der Zeit wird der Körper spürbar gestärkt, wenn Sie regelmässig spazieren gehen. Nicht nur Muskeln werden aufgebaut, sondern auch Knochen und Gelenke gestärkt. Sie sind dann deutlich belastbarer und beweglicher. Im Vergleich zu anderen Sportarten, wie z.B. Joggen, sind Spaziergänge schonender. Gelenke und Knochen werden nicht durch harte Aufpralle strapaziert und die Gefahr von Verletzungen ist geringer.

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Spazierengehen verbessert den Schlaf

Regelmässige sportliche Aktivität kann Probleme beim Ein- oder Durchschlafen beheben. Die Schlafqualität kann schon durch moderaten Sport verbessert werden. Vorausgesetzt, sie wird fest in den Alltag integriert. Besonders gut geeignet sind Ausdauersportarten – dazu gehört auch das Spazierengehen oder Walken. Wichtig sind ausserdem Intensität und Tageszeit: Wer es übertreibt oder sich noch spät abends viel bewegt, verschlimmert unter Umständen die Schlafprobleme nur.

Spazierengehen macht wach

Wie oben schon beschrieben, kann körperliche Aktivität sowohl den Schlaf fördern als auch für Schlafprobleme sorgen. Denn: Wer sich bewegt, wird wacher. Auch deshalb bietet sich Bewegung vor allem morgens oder tagsüber an. Wer am Morgen zur Bahn geht oder die Mittagspause für einen Spaziergang nutzt, fühlt sich meistens wacher: Bewegung, frische Luft, Ablenkung und Tageslicht sorgen dafür.

Spazierengehen sorgt für schöne Haut

Spaziergänge können sowohl kurzfristig als auch langfristig für einen schönen Teint sorgen. Wer kennt es nicht: Nach einem Gang an der frischen Luft kommt man zurück ins Haus und stellt fest, dass das Gesicht plötzlich Farbe bekommen hat und frischer aussieht. Denn frische Luft fördert die Durchblutung und, was viele nicht wissen: Ein Teil des Sauerstoffs, den unser Körper aufnimmt, gelangt über die Haut. Wer sich also oft draussen aufhält, begünstigt die Hautatmung und kann dafür sorgen, dass sie frischer, glatter und reiner wirkt.

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